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Vision 2019

Vision 2019

Meine Zeit als Lehrerin an der Unique Rock School war eine der prägendsten Erfahrungen in meinem Leben. Eigentlich wollte ich nur ein wenig gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Doch nach diesem Jahr stellte ich mein Leben auf den Kopf und fing noch einmal von vorne an. Um nun eine Vision zu verfolgen, hinter der ich wirklich stehe.

Ich will, dass die Guten siegen.

Meine Vision von einer besseren Welt.

Anfang 2019: Vor einigen Tagen fasste ich während eines Business-Coachings mit Claudia Grajek mein Lebensziel und meinen Antrieb in wenige Worte. Es kam ein Satz heraus, der mich selbst überraschte:

Ich will, dass die Guten gewinnen.”

Was zunächst sehr vage klingt, ist die Synthese aus all meinen Erfahrungen, Hoffnungen, Ängsten. Meiner Wut. Dieser Satz bezieht sich auf die Politik, die Gesellschaft – und vor allem auf die Wirtschaft. Denn meiner Erfahrung nach spielt die Wirtschaft eine so wichtige Rolle, dass sowohl die Politik als auch die gesellschaftlichen Regeln von ihr bestimmt werden. Im Guten wie im Schlechten.

Ich will, dass die Guten siegen.” Das heißt, ich möchte dazu beitragen, dass nicht die ausschließlich gewinnorientierten und dabei skrupellosen Unternehmen das wirtschaftliche Spiel bestimmen, sondern die Botschaft der fairen Unternehmen gehört und verstanden wird. Dass sie die Marktmacht bekommen. Das sie all jene aus dem Rennen kicken, die mit ihrer Gier unsere Welt verwüsten.

 

Ein drogensüchtiger Mann im Slum Jamestown in Accra. Auf Initiative eines in der Region Greater Accra ansässigen Priesters fahren täglich ehemalige Drogenabhängige in die Slums und versuchen, die Menschen zu einem kalten Entzug auf dem Gelände des Priesters zu bewegen. Lebensmittel werden auf den nahegelegenen Märkten als Spende erbeten. Ärzte oder Krankenschwestern, die den Entzug begleiten, gibt es nicht.

Ein drogensüchtiger Mann im Slum Jamestown in Accra. Auf Initiative eines in der Region Greater Accra ansässigen Priesters fahren täglich ehemalige Drogenabhängige in die Slums und versuchen, die Menschen zu einem kalten Entzug auf dem Gelände des Priesters zu bewegen. Lebensmittel werden auf den nahegelegenen Märkten als Spende erbeten. Ärzte oder Krankenschwestern, die den Entzug begleiten, gibt es nicht.

 

Fairen Unternehmen eine Stimme geben

Der Beitrag, den ich leisten kann.

Warum willst du das?“, fragte mich Claudia.

Daraufhin begann ich zu erzählen: Von Nestlés Säuglingsnahrung in Afrika und Monsantos pestizid-verseuchte Landstriche in Südamerika. Wasserprivatisierung in den ärmsten Ländern der Welt. Und von meiner Arbeit in der Hilfsorganisation Voluntarios sin Fronteras, die sich um die Kinder in den Elendsvierteln von Buenos Aires kümmert.

 

 

Unsere Projekte bei den Voluntarios sin fronteras zielen darauf ab, die Kinder in unterschiedlichen Altersgruppen kindgerecht zu fördern und aufzuklären, sie beim Lernen zu unterstützen und ein Netzwerk für sie zu schaffen, dass sie von Drogen, Gewalt und Kriminalität fernhält.

Unsere Projekte bei den Voluntarios sin fronteras zielen darauf ab, die Kinder in unterschiedlichen Altersgruppen kindgerecht zu fördern und aufzuklären, sie beim Lernen zu unterstützen und ein Netzwerk für sie zu schaffen, das sie von Drogen, Gewalt und Kriminalität fernhält.

 

Von der Politik abgeschrieben

Wir wollen diesen Kindern schon vor dem Eintritt in die Grundschule ein soziales Umfeld bieten, in dem sie gefördert und auf die Zukunft vorbereitet werden. Motiviert durch ihre Freunde sollen sie nach und nach die Grundschule, die Sekundarstufe und – je nach Persönlichkeit – eine Ausbildung oder das Grundstudium an der Universität  absolvieren. Auch wenn die aktuelle Regierung es anders sieht: Wir sind sicher, dass sie es auf diese Weise schaffen können, aus dem Milieu der Villa herauszukommen und sich ein normales Leben aufzubauen.

Sie sollen eine Zukunft haben, und nicht von dem in die Luft und das Wasser abgeleiteten Dreck langsam vergiftet werden. Von Firmen, die jedes Maß verloren haben, bis aufs Blut ausgebeutet.

Ich habe Angst, dass sie und Millionen anderer Menschen irgendwann ein Vermögen für Trinkwasser ausgeben, weil ihr Leben davon abhängt. Während Nestlé und Co. in ihrer Gier die Preise immer höher schrauben.

Und auch ich möchte nicht im Alter das Versuchskaninchen von Chemie- und Pharmafirmen sein. Ich möchte noch an Flüssen sitzen, im Meer schwimmen, durch einen Wald gehen und einen Fisch essen können.

 

Wut als Motivation

Und dann gibt es noch einen sehr starken Antrieb: Ich bin wütend. Ich bin viel gereist und habe mit eigenen Augen gesehen, unter welchen Umständen die Menschen in Ghana leben: Ohne Toilette, ohne Zugang zu Gemüse, Obst und Medikamenten. Währenddessen werden sie von der Werbung dazu gebracht, sich selbst und ihre eigenen Produkte für minderwertig zu halten.

 

Unterricht in Ghana / Accra. Es herrscht Platz- und Lehrermangel. Daher werden zwei Klassen in einem Raum unterrichtet

Schulunterricht in Ghana. Hier befinden sich zwei Schulklassen in einem Raum: Während die eine Klasse Rechnen übt, lernt die andere Klasse, zu lesen. Dies wird in der Regel durch ein gemeinschaftliches Sprechen im Chor umgesetzt, so dass lernschwache Schüler nicht auffallen.

 

Ich kenne die verwaisten Landstriche in Argentinien und weiß von den geheimen Nähstuben, in denen die Menschen nicht nur arbeiten, sondern ihr Leben fristen. Ich habe den kontaminierten Odor-Fluss in Accra selbst gerochen und auch den Riachuelo in Buenos Aires – einen der zehn giftigsten Flüsse der Welt. Der Elektromüll, der in Accra nahe des Odor verbrannt wird, kommt zu einem Teil aus Deutschland.

Apropos Deutschland: Löhne, die nicht zum Leben reichen, Mieten, die kein Mensch bezahlen kann, von der Geschäftsführung initiiertes Mobbing von Menschen unter Kündigungsschutz: Auch all das finde ich erschütternd unfair.

 

Mein Körnchen Sand

Was von mir bleiben soll

Ich will: Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fair behandeln. Selbständige, die sich klar positionieren und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Unternehmen, die kommenden Generationen eine lebenswerte Umwelt hinterlassen wollen.  Abnehmer, die faire Löhne zahlen. Firmen, für die menschliche Arbeitsbedingungen wichtiger sind als der Gewinn.

“Nun fasse das einmal in einem Satz zusammen“, meinte Claudia. „Und denke dabei ganz groß.“ Es fiel mir schwer. Doch nach einiger Zeit kam mir eben dieser Gedanke, der genau das ausdrückte, was ich fühlte:

Ich will, dass die Guten gewinnen.

Der Satz kam mir banal und völlig übertrieben vor. Und doch bringt er auf den Punkt, wovon ich träume: Die fair, ethisch und nachhaltig agierenden Firmen, die Selbständigen, die ihre gesellschaftliche Verantwortung ernst nehmen, sollen die skrupellosen Wirtschaftsgiganten vom Markt verdrängen. Damit wir uns wieder sicher fühlen können.

Es ist mir klar, dass dies ein Traum ist. Es ist eine Richtung, es ist der Stern, an dem ich meine Arbeit ausrichten will. Doch wenn ich mit meinen Texten und Geschichten dazu beitragen kann, dass faire Unternehmen Kunden gewinnen und so den rein gewinnorientierten Firmen einen Marktanteil abnehmen können, dann habe ich mein Ziel erreicht.

Ich bin Organisationsberaterin, Autorin und Texterin. Ich denke, dass dieser Mix von Kompetenzen gut geeignet ist, um die richtige Ansprache für die Kunden verantwortungsvoller Unternehmen zu finden: Mit scharfsinnigen Texten und emotionalen Geschichten, die dennoch nicht die Realität eines Unternehmens aus den Augen verlieren.

Und eines ist mir noch sehr wichtig: Wir – meine Auftraggeber und ich als ihr Storyteller – brennen für die gleichen Ziele. Das macht unsere Geschäftsbeziehung zu etwas ganz Besonderem: Aus Kunde und Dienstleister wird etwas Neues – ein Team, das sich für Gerechtigkeit einsetzt. Das seine gesellschaftliche Verantwortung übernimmt.

Und was gäbe es wohl für eine bessere Voraussetzung, um die Botschaft derer, die für Ethik und Fairness einstehen, kraftvoll in die Welt zu tragen?

Lehren und Lieben in einem Elendsviertel 2018

Lehren und Lieben in einem Elendsviertel 2018

Zu den großen Sommerferien an Weihnachten 2015 musste ich meine Arbeit mit den Kindern in der Villa Retiro unterbrechen. Ich pendelte zwischen Berlin und Buenos Aires, lernte die Tücken des argentinischen Wohnungsmarktes kennen, verliebte mich, wurde krank, machte mich selbständig… und dann, Mitte 2018, war wieder ein Platz in einem Projekt frei. Ein anderer Comedor, andere Kinder, aber es war weiterhin das Elendsviertel neben dem Hauptbahnhof Retiro. Viele der Nachbarn erkannten mich wieder, und so bewegte ich mich weiterhin völlig unbehelligt und ohne Angst in der Villa Miseria 31. Der 19. August war ein ganz besonderer Tag: Am argentinischen Kindertag versammelten wir die Kinder aus allen Projekten des Viertels, um mit ihnen ein Fest zu veranstalten. Und wer stand da vor mir? Mein Ismael, aus dem inzwischen ein toller kleiner junger Mann geworden war.

 

Mädchen in Elendsviertel Buenos Aires Voluntarios sin Fronteras

Das Wiedersehen mit Ismael

Er war der Größte unter allen Kindern, meine ich. Aber vielleicht kam es mir auch nur so vor. Ich erkannte ihn sofort wieder. An seinen Strubbelhaaren, dem coolen Gang. Wie immer suchte er sich etwas abseits der anderen einen Platz. Doch im Gegensatz zu damals legte er nicht den Kopf zwischen die Hände. Nein, er nahm sich ein Blatt Papier und fing an zu malen. Nach einer Weile setzte ich mich zu ihm. Ich traute meinen Augen kaum. Er war dabei, eine Anime-Figur zu zeichnen. Aber so gekonnt, dass sie direkt aus einem Film hätte stammen können. In seinem Blick lag eine Mischung aus Schüchternheit und Stolz, als ich ihn bat, sie mir einmal zu zeigen. Ich fragte ihn, ob er mich wiedererkenne. Nun, vor drei Jahren war ich deutlich schlanker gewesen, hatte längere und dunklere Haare. Er schaute mich lange an und grinste ein bisschen verlegen. Dann schüttelte er unmerklich den Kopf. Ich erzählte ihm von unserer gemeinsamen Zeit vor drei Jahren. Wie wir zusammen in die Kinderrepublik nahe der Stadt La Plata gefahren waren. Es war unser Ausflug zum Jahresende, den wir traditionell kurz vor den großen Ferien mit allen Kindern aller Projekte unternehmen.

La Plata – das Geld

Es war schwierig gewesen damals, denn so schön die Kinderrepublik – so eine Art Mini-Disneyland, das unter Eva und Domingo Perón in den 60er Jahren errichtet wurde – auch war, einige Attraktionen hatte man in diesen Tagen bezahlen müssen. Und wir hatten kaum noch Geld. So hatten wir die Kinder zu einer Fahrt mit einem Go-Kart einladen, verschiedene Lehrprojekte besuchen lassen, und ein Picknick veranstalten können. Aber in den kleinen Tierpark in der Mitte der Kinderrepublik hatte man uns nicht hereingelassen. So teuer war der Park nicht gewesen. Aber wir waren mit drei vollbesetzten Schulbussen angereist, und niemand von uns hatte die Möglichkeit, den Eintritt für alle Kinder zu bezahlen. Die meisten Kinder hatten sich an den Zaun gepresst und die Guanakos bestaunt. Aber mein kleiner Ismael war losgerannt, hatte sich an einen Baum gekauert und bitterlich geweint. und ich hatte mich damals gefragt, wie oft er das wohl schon gehört haben mochte: „Nein, das geht nicht. Dafür haben wir kein Geld.“

Es zerriss mich. Ich hätte ihn so gerne an der Hand genommen und gesagt: Los wir beide gehen da jetzt rein. Aber das wäre natürlich nicht gegangen. Doch in Argentinien kann man ja über (fast) alles reden, und nach einiger Zeit hatten wir die Parkleitung überzeugen können, dass für diese Mädchen und Jungen aus dem Elendsviertel Villa 31 dringend einmal eine Ausnahme gemacht werden muss. Es war das Größte für die Kinder gewesen, Ziegen, Guanakos, Kaninchen zu sehen, zu riechen und, wenn keiner schaute, auch einmal ganz, ganz kurz anfassen zu können. Im Elendsviertel gibt es, soweit ich weiß, nur Hunde und Katzen.

Wo hatte ich nur das Foto?

Dass er geweint hatte, das erzählte ich Ismael natürlich nicht. Aber ich erzählte ihm von den Bildern, die er mir gemalt hatte und dem Foto, das ich noch immer von uns beiden hatte. Ich suchte lange auf meinem Handy. Und ich sah, je länger ich suchte, wie sein Gesicht einen immer ernsteren Ausdruck bekam. Was mag er gedacht haben? Noch so eine, die nur redet, aber gar nicht meint, was sie sagt? Schließlich fand ich das Bild und er konnte gar nicht glauben, wie klein er damals war. Er zeigte mir den ganzen Vormittag seine Zeichnungen und fragte mich immer wieder nach unseren Erlebnissen.

Ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus

Einige Wochen später: Kurz vor den Sommerferien machen wir mit den Kindern erneut unseren Ausflug. Diesmal nicht nach La Plata, sondern in ein Kino in Puerto Madero, ganz in der Nähe. Puerto Madero ist das wohl teuerste Viertel von Buenos Aires. Aus den obersten Stockwerken der Glitzertürme kann man den gesamten Rio de La Plata überblicken und die Küste von Uruguay sehen. Und natürlich auch das Elendsviertel, das sich praktisch nebenan befindet.

Wieder sah ich Ismael, wieder stand er abseits und wieder setzte er sich im Bus in die hinterste Ecke, allein. Ich hielt ein bisschen Abstand und schaute ihn an. Er schickte mir sein wohl coolstes „Komm her, Baby“. Dann schaute er wieder aus dem Fenster. Fünf Minuten, zehn? Auf einmal sagte er – ganz genau wie früher – „Bayern München hat gewonnen.“ Und dann erzählte mir ohne Luft zu holen, wer, wann, wo gespielt hat. Welche Mannschaft in welchem Jahr welche Weltmeisterschaft gewonnen, und gegen wen sie jeweils gespielt hatte. Ich weiß nicht viel von Fußball, wirklich nicht. Aber soweit ich es beurteilen konnte, lag Ismael immer richtig. Der Junge hatte ein Gedächtnis, dass ich aus dem Staunen nicht mehr herauskam! Was er denn einmal werden wolle, fragte ich ihn. Profifußballer in Europa.

Die Überraschung

Hotel Transsylvania wurde gezeigt. Wir hatten für die Kinder einen kleinen Kinosaal ganz für sie allein mieten können. Jeweils einmal Popcorn und Cola waren auch noch drin. So strahlende Augen! Nach dem Film rannten alle zum Wasser und bestaunten den Fluss und die Hochhäuser. Ich weiß nicht mehr, wie lange wir geblieben sind. Das Wetter war wunderschön und wir hatten Zeit.

Krokodile und Kuschelmäuse in ernster Mission

Die letzten Projekttage wurden noch einmal ein bisschen ernster. Mit Kuschelkrokodilen und Plüschmäusen zeigten wir den Kindern, wie man sich gegen sexuellen Missbrauch wehrt. Mit Zeichentrickfilmen, wie man sich trotz der Drohungen einem Erwachsenen anvertraut und so zu Supermann oder Superfrau wird. „Neeeeiiiiiiiiin!“ schrien die Kleinen, wann immer die Maus dem Krokodil zu nahekam. Die beiden Psychologen, die den Tag begleiteten, waren zufrieden. Am Sonnabend darauf kamen sie noch einmal ins Elendsviertel, gaben jedem Kind ein Blatt Papier und baten es, seinen Namen darauf zu schreiben. „Nun malt einmal den schönsten Traum auf, den ihr je hattet.“ Ich male mit. Ein kleiner Junge an meiner Seite lässt das Blatt leer und flüstert mir zu: „Ich habe keine schönen Träume. Immer nur schlimme.“ Oh je! Danach forderten die Psychologen die Kinder auf, auf der anderen Seite ihren bösesten Alptraum aufzumalen. Schließlich sammelten sie die Blätter ein, um sie auszuwerten. Ich gab ihnen noch den Namen von dem Kleinen neben mir, mit der Bitte, da vielleicht doch noch etwas genauer hinzuschauen.

Ich schätze, unsere Handlungsmöglichkeiten im Elendsviertel sind begrenzt. Und doch gibt es gerade heute eine Weiterbildung für die Projektmitarbeiter, wie wir bei dem Verdacht auf sexuellen Missbrauch reagieren können. Denn das Thema wird auch in Argentinien sehr ernst genommen. Und – auch wenn es manchmal so wirkt – auch die Elendsviertel von Buenos Aires sind kein rechtsfreier Raum.

Drei Monate Ferien gehen vorbei

Das war das Ende des letzten Jahres. Heute, am neunten März, beginnen die Projekte wieder, denn die großen Sommerferien sind vorbei. Von Anfang Dezember bis Anfang März dauern die Schulferien in Buenos Aires. Im letzten Jahr etwas länger, da pünktlich zum Schulbeginn die Lehrer streikten. Dieses Projektjahr aber beginnt pünktlich mit einem Picknick auf dem Rasen eines der kleinen Fußballplätze im Viertel. Mit argentinischen Croissants – den im Vergleich zu französischen Croissants deutlich kleineren, fetteren und süßeren Medialunas – Sandwiches und deutschem Butterstreuselkuchen. Jedes Kind bekommt eine kleine Tüte mit Schulsachen als Willkommensgeschenk: Hefte, Buntstifte, Schere, Bleistiftanspitzer, Radiergummi.

Es wird schon kühler in Buenos Aires, der Herbst kündigt sich langsam an. Aber es ist immer noch sonnig. Und wir haben jede Menge neuer Ideen. Das neue Schuljahr wird spannend. Das steht jedenfalls schon einmal fest.